// you’re reading...

Lernen & Spielen

Noten auf dem Griffbrett finden bzw. auswendig lernen

Irgendwann kommt für jeden angehenden Gitarristen der Zeitpunkt an dem er sich selbst eingestehen muss, dass es nicht weiter geht, ohne zu wissen, welche Noten wo auf dem Griffbrett zu finden sind. Allerdings ist es auch für viele ein Graus, sich mit diesen theoretischen Dingen auseinanderzusetzen.

Auch ich habe mich lange dagegen gesträubt, mir dieses “theoretische Grundwissen” zu erarbeiten. Dabei spricht vieles dafür, so früh wie möglich damit anzufangen. Die meisten Gitarrenlehrer empfehlen, diese Lektionen in das tägliche Üben aufzunehmen, so z.B. auch Georg Norberg in seinem “Handbuch für Gitarristen“.

Dabei lernt jeder Gitarrist anders und jeder Lehrer pflegt andere Herangehensweisen. Ich habe versucht einige Methoden zusammenzustellen, so dass für euch auf jeden Fall eine dabei sein sollte, die euch das Lernen der Noten auf dem Griffbrett vereinfacht. 

1.  Fretboard-Chart / Griffbrettskizze

Eine sehr naheliegende Methode ist das Lernen von einer Griffbrett-Skizze. Auf dieser Skizze ist ein Fretboard mit allen Bünden und Saiten dargestellt. An jedem Schnittpunkt zwischen Bund und Saite wird die jeweilige Note dargestellt, deren Ton erklingt, wenn man die Saite an dieser Stelle greift.

noten_auf_dem_griffbrett

Quelle: Wikibooks

Auf der obigen Skizze fehlen allerdings einige Noten. Diese “Grundtöne” genügen aber, um einen ersten guten Überblick zu gewinnen.

Unter folgendem Link könnt ihr eine vollständige Skizze als PDF herunterladen und ausdrucken.

Noten auf dem Griffbrett – Hochweber.ch

2. Logische Ableitung / Tonleiter

Man kann sich die Lage der Töne auf dem Griffbrett auch logisch herleiten. Die Töne folgen nämlich immer folgendem Muster:

C C# D D# E F F# G G# A A# B

Geht man jetzt von der “normalen” Konzerstimmung E A D G B E aus, so kann man immer von der jeweiligen Leersaite, z.B. E, die Tonleiter fortsetzen. Der erste gegriffene Ton auf der tiefen E-Saite am 1. Bund ist also ein F.

Führt man das fort, so merkt man schnell, dass sich die Töne ab dem 12. Bund wiederholen. Außerdem liegen sich durch die gleiche Stimmlage, die Noten auf der höchsten und tiefsten Saite (E) jeweils gegenüber. Also was auf der tiefen Saite ein B ist auch auf der hohen Saite ein B.

3. Die Dreiecksmethode / Die magischen Dreiecke

Aus der o.g. logischen Ableitung ergibt sich in der Konzertstimmung E A D G B E auch ein geometrischer Effekt. Durch zwei gedachte Dreieck, die ihre Form beim Verschieben nicht verändern, kann man gleiche Noten auf dem Griffbrett finden.

Mehr zu dieser Methode hier.

Dreiecke – Kreinau.com

Dreiecke – Gitarreninstitut.

4. Die spielerische Methode / Fretboard Warrior

Ich als Spielernatur komme allerdings mit dieser Methode in meinem täglichen Üben am weitesten. Natürlich ist es sinnvoll, wenn man die o.g. Methoden weiterhin zu Hilfe nimmt. Insbesondere die genannte Tonfolge sollte man sich unbedingt einprägen.

fretboard_shot

Quelle: www.francoisbrisson.com

Fretboard Warrior hilft spielerisch die Noten auf dem Griffbrett zu finden und darüber hinaus schult es im gewissen Maß auch das Gehör. Außerdem lässt es sich als Applikation prima ins tägliche Üben einbauen.

Hier der Link: Fretboard Warrior

Fretboard Warrior gibts übrigens für PC und MAC, auch dafür gibts einen Pluspunkt.

Nun kanns losgehen. Viel Spaß beim Lernen und Finden der Noten auf dem Griffbrett.

Vielleicht auch interessant:

Diskussion

Ein Kommentar for “Noten auf dem Griffbrett finden bzw. auswendig lernen”

  1. das stimmt. es ist sehr wichtig zu wissen welche note man gerade spielt.
    wichtig ist auch zu wissen wie man “chords baut”. hier eine seite die mir sehr damit hilft: http://www.wonderhowto.com/how-to/video/how-to-build-guitar-chords-257558/

    Posted by ortlieb | November 26, 2009, 16:52

Verfasse einen Kommentar

Get Adobe Flash playerPlugin by wpburn.com wordpress themes