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Technik & Equipment

Gripmaster: Fitnesstraining für Gitarristenhände

Gripmaster Medium

Gripmaster Medium

Als Gitarrenanfänger habe ich häufig das Gefühl, dass die Muskulatur meiner Greifhand noch viel zu wenig ausgeprägt ist. Bei Akkorden scheppern Saiten, die eigentlich gegriffen seien sollten, Bendings gehen nur schwer von der Hand und es fehlt an Lockerheit beim Spielen. Gerade bei der Westerngitarre fällt mir das häufig auf.

Dagegen hilft natürlich regelmäßiges Üben. Optimal sind Fingerübungen, die genau darauf abzielen, die Muskulatur der Greifhand zu stärken (Siehe auch: Kostenloser Newsletter für Fingerübungen). Allerdings ist die nächste Gitarre die meiste Zeit des Tages weit entfernt. Genau aus diesem Grund habe ich mir vor einigen Wochen einen Gripmaster zugelegt; ein „handliches“ Gerät zur Stärkung der Hand- und Armmuskulatur. Eigentlich ist dieses kleine Trainingsgerät nicht primär für Gitarristen entwickelt worden. Es richtet sich in erster Linie an Sportler, die auf eine starke Hand- und Unterarmmuskulatur angewiesen sind z.B. Golfer, Tennisspieler, Kletterer, etc. Aber auch für Musiker ist das kleine Gerät eine sehr gute Möglichkeit, Koordination, Kraft und Lockerheit in die Finger zu bekommen.

Ich nutze das Gerät z.B. im Büro oder auf dem Weg dorthin. Manchmal schnapp ich es mir auch am Fernseher oder wenn ich ein Buch lese. Da ich ohnehin jemand bin, der jederzeit gern etwas zum Herumspielen in der Hand hat, fällt es kaum noch auf, dass ich eigentlich aktiv trainiere.

Seit dem ich damit trainiere, geht das Spielen merklich einfacher von der Hand. Ich kann gefühlt mit weniger Druck spielen und die Ermüdung der Greifhand tritt nicht mehr so schnell ein wie noch vor ein paar Wochen. Der Gripmaster eignet sich auch prima, um sich vor dem Spielen oder Üben warm zu machen. 5-10 Minuten Übungen mit dem Gripmaster und man kann quasi direkt und locker drauf los spielen.

Einen Fehler habe ich bei der Anschaffung jedoch gemacht. Anstatt des roten „medium“ hätte ich den blauen „light“ nehmen sollen. Der rote ist schon recht stark. Gerade mit dem Ring- und dem kleinen Finger habe ich Probleme, die Federn komplett durchzudrücken. Ich vermute, dass der blaue Gripmaster für Gitarristen und speziell für Anfänger besser geeignet ist.

Wer also überlegt, wie er sein tägliches Üben noch sinnvoll ergänzen kann, darf im wahrsten Sinne bedenkenlos „zugreifen“.

Ich bin allerdings immer noch auf der Suche nach Tipps, wie ich das Spreizen der Finger sinnvoll und schnell trainieren kann. Das bereitet mir aktuell noch ordentlich Probleme. Wenn ich beispielsweise „Every Breath you Take“ spielen will, hört es beim zweiten Akkord schon auf. Wer Tipps hat, bitte posten.

Den Gripmaster könnt ihr übrigens bei Thomann kaufen.

Übungen für den Gripmaster findet hier.

Außerdem hat Georg in seinem Blog bereits ein paar Zeilen zum Gripmaster verfasst, die findet ihr hier.

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Diskussion

3 Kommentare for “Gripmaster: Fitnesstraining für Gitarristenhände”

  1. Komischerweise übe ich lieber am Instrument und nicht mit so einem Greifmeister. Im Auto ist das Gerät sicherlich hilfreich auch bei Stressbewältigung im nervenaufreibenden Verkehrsgetümmel.

    Zur Problematik Fingerspagat. Es gibt immer einen eleganteren Weg als diese grotesken Verrenkungen.

    Bei dem Song: „Every Breath You Take“ transponierst du einfach mal zu G-Dur. Das spielt sich wesentlich leichter und klingt auch noch besser durch die offenen Saiten.

    Posted by Paul | November 26, 2009, 19:27
  2. Ach ja die Akkorde:
    x x 0 0 (2tr3)
    0 x 3 3
    2 0 0 2
    0 4 x 0
    x 2 3 x
    3 0 x x

    Posted by Paul | November 26, 2009, 19:30
  3. Hi Paul,

    ja, mir geht’s da nicht anders. Ich habe auch lieber die Gitarre in der Hand. Aber für unterwegs oder im Büro ist der „Greifmaster“ schon praktisch.

    Danke auch für den Tipp mit dem Transponieren. Das klappt auch ohne Fingerkrampf echt super.

    Gruß
    bernd

    Posted by bernd | November 26, 2009, 20:29

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